Zahl und Ton III

3. Station

Der Klang der Welt

Mit der Erkenntnis der Entsprechung von Zahl und Ton öffnen sich wunderbare neue Einsichten. Einerseits in innere Zusammenhänge der Entstehung menschlicher Kulturen und deren praktische Ausübung. Andererseits aber auch einen völlig neuen Zugang zu bisher im Wesentlichen nur funktionell verstandenen Strukturen und Abläufen in der Natur.
Das rechte Verständnis für die harmonikalen Zusammenhänge in Natur und Kultur wird damit zum Schlüssel für die Selbsterkenntnis und Selbsteinordnung des Menschen in unsere in vielerlei Hinsicht zerrissenen Zeit.
Es bietet sich also an, mit der Idee vom „Klang der Welt“ eine neue Beziehung des Menschen zu dieser Welt und zu sich selbst zu finden.

Schläft ein Lied in allen Dingen,
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort

Joseph Freiherr von Eichendorf hat dieses Gedicht “Wünschelrute“ genannt.
Lass uns also mit der Wünschelrute
HARMONIK
unseren  Weg finden

Es war das Anliegen des Lebenswerkes von Hans Kayser, diese Dimension einer neuen Welterfahrung und -Gestaltung deutlich zu machen. Dazu verfasste er, neben zahllosen kleineren Schriften, seine Bücher Der hörende Mensch (1932),  Vom Klang der Welt (1937), Harmonia Plantarum (1943), Akroasis - die Lehre von der Anhörung der Welt (1946), sowie mehrere Werke über harmonikale Wertformen und Symboboli, Und schließlich das "Lehrbuch der Harmonik" (1950).
Es gab einige wenige, die sein Werk unmittelbar weitertrugen. Insbesondere die Professoren  Rudolf Haase und Werner Schulze an der Hochschule für Musik in Wien. Und es gab den "Freundeskreis um Hans Kayser", der sich mit Schriften und Veranstaltungen für die weitere Verbreitung der Idee des vom hörenden Menschen erfassbarn  Klanges der Welt einsetzte. Dieser Einsatz endete zunächst mit dem Tod seines Betreuers Walter Ammann im Jahr 2008.
Diese Aufgabe hat jetzt das Harmonik Zentrum Deutschland e.V.  übernommen.

Es ist inzwischen bekannt, dass schon vor rd. 40.000 Jahren der Steinzeitmensch sich aus Knochen und Elfenbein Flöten schnitzte, mit denen Töne erzeugt werden konnten, die den Grundintervallen der harmonikalen Tonzahlen, also Oktav, Quint und Terz, entsprechen. Und diese Grundintervalle finden sich in der Musik von allen bekannten  Kulturen wieder. Sie sind bis heute die Grundbausteine aller Arten von Musik über den ganzen Erdball geblieben.

Das gleiche gilt für die Grundstrukturen aller Bauwerke, und auch aller anderen Arten vom Menschen gestalteter Kunstwerke, die für die seelische Einordnung des Menschen in seine Welt von Bedeutung waren, und auch heute sind.
Es bedarf noch großer Anstrengungen, diese Zusammenhänge allgemein bewusst zu machen.

Und ebenso verhält es sich mit unserem Wissen über die Welt um uns:
den Makrokosmos im Weltall, den Mikrokosmos der Elementarteilchen und die Formen und Erscheinungen der uns umgebenden und unserer eigenen pysischen Natur. Es liegen aus allen diesen Bereichen wissenschaftlich gesicherte Daten und Gesetzmäßigkeiten vor, die harmonikale Strukturen aufweisen.
Aber es ist auch hier noch ein weiter Weg zurückzulegen, bis dies wenigstens den ausgewiesenen Wissenschaftlern selbst ausreichend bewusst ist.

Auf dieser Webseite wird die Darstellung des hierzu erforderlichen Wissens systematisch unter „Harmonikale Themen“ ausgebaut. Es steht auch jetzt schon bei
zahlreichen Vorträgen zur Verfügung, die auf den Harmonik-Symposien gehalten wurden.
Ein Video von einer Präsentation zum Thema "Harmonik, ein Weg zum Klang der Welt" bei den Nürnberger Stadt(ver)führungen 2017 kann hier heruntergeladen werden.