Das Lambdoma

Das Lambdoma ist ein besonders wichtigste Diagramm der harmonikalen Forschung. Es geht auf die pythagoreische Schule in der griechischen Antike zurück. Es zeigt die Entwicklung der Ober- und Untertöne in einer um 45 Grad gekippten Matrix, die bis ins Unendliche reicht. Gleiche Tonwerte werden durch die sogenannten Gleichtonlinien verbunden. Die einzelnen Positionen innerhalb der Matrix enthalten in Richtung der Obertonentwicklung, nach rechts unten weisend, fortlaufend ganze Zahlen. In Richtung der Untertonentwicklung enthalten sie, nach links unten weisend den reziproken Werten entsprechende Zahlenbrüche auf. Der Name Lambdoma ist, wie in der nebenstehenden Zeichnung angedeutet, vom griechischen Lambda abgeleitet.

Eine ausführliche Würdigung des Lamdoma findet sich in dem Buch „Weltformel Lambdoma“ von Henny Jahn. Eine Einordnung des Lambdoma in allgemeine geometrisch-philosophische Betrachtungen wird auf der Webseite „Tetraktys“ von Holger Ulmann gegeben. Willibald Limbrunner gibt in seinen Betrachtungen zum Lambdoma u.a. eine Einführung in die musikalischen Zusammenhänge.

Die Zeichnung zeigt eine Allegorie der Schöpfung nach der Vorlage von William Blakes "Der Alte der Tage" 1794. Dieser Titelentwurf zu einem Fontispiz stellt den Schöpfergott mit einem Zirkel dar – Gott als Architekt. Willibald Limbrunner hat diesen Gedanken aufgegriffen um die Zeichnung im Sinn der Harmonik zu erweitern. Der Schöpfergott befindet sich nun in einem flammenden Omega, während sein Werkzeug (der Zirkel) in einem flammenden Alpha integriert ist. In diesem Alpha oder Lambda ist das Lambdoma eingezeichnet. Wer sich tiefer in die Geheimnisse dieses Diagramms hineindenkt, wird die Bedeutungsschwere dieser Allegorie erfassen.