Harmonik-AG Nürnberg 2018

Treffen am 17. Februar 2018

Wir haben uns ausführlich mit dem nächsten Harmonik-Symposion beschäftigt.
Es wird am 21./22. April in der Hochschule für Musik Nürnberg stattfinden.
Das Generalthema heißt: „Harmonik, ein Beitrag zu einem neuen Bewusstsein“.
Die Unterthemen und Einzelvorträge wurden so weit geklärt, dass damit als nächster Schritt ein Programm-Konzept bearbeitet werden kann.

Ein zweites Hauptthema dieses Treffens war ein Bericht von Walter Herrmann
über seine Arbeiten zur
          – Erstellung eines umfassenden Harmonik-Literaturverzeichnisses. Er
            erwartet jetzt noch unsere Vorschläge für geeignete Suchbegriffe.
          – Knüpfung neuer internationaler Kontakte, insbesondere nach USA. Dort gibt
            es eine sehr aktive Gruppe, die sich um die Übersetzung der Werke von
            Hans Kayser ins Englische bemüht.

In der Pause brachte Frau Ruth-Maria Nicolay zwei fertig bearbeitete Videos mit:
         – die Aufnahme unserer Präsentation „Harmonik, ein Weg zum Klang der
           Welt“ bei den Stadt(ver)führungen Nürnberg 2017.
        – einem Interview von Frau Nicolay mit Hans G. Weidinger über seinen Weg
          zur Harmonik.

 

Treffen  am 23. Juni 2018

Das Harmonik-Symposion 2018 fand hinsichtlich Inhalt und Darstellung allgemein Anerkennung.
Allerdings fiel sehr negativ auf, dass einige Teilnehmer die ohnehin großzügig bemessene Mittagspause von 11/2 Stunden ungebührlich überzogen und dem danach folgenden Redner sehr unfair seine Rednerzeit verkürzten.
Es wurde deshalb der Vorschlag gemacht, nicht mehr extern zum Mittagessen zu gehen. Stattdessen könnte man z.B. einen Catering-Service bestellen, der das Essen an den Ort der Tagung bringt.
Es wurde weiterhin der Vorschlag gemacht, für jeden der drei Halbtage nur einen vollen Vortrag zu planen. Der könnte dann zeitlich großzügiger angelegt sein. Es bietet sich an, für die dann verbleibende Zeit zur Anregung der Diskussion zusätzlichen kleine Kurzbeiträge (5 – max. 10 Minuten) einzuplanen, die das Thema des Vortrages ergänzen. Das hätte auch den Vorteil, dass insgesamt die Thematik jedes Halbtages homogener wird und leichter ein Fazit gezogen werden kann.

Außer dieser Diskussion zum Harmonik-Symposion fanden noch zwei Referate statt:

„Die Vertonung des Goldenen Schnitts und die Bedeutung der Symmetrie in der Harmonik“, gehalten von W. Limbrunner.
In diesem Referat wurde darauf hingewiesen, dass in der Natur die reintönigen Obertöne einer schwingenden Saite die Ausnahme sind. Das liegt daran, dass diese Töne von einer eindimensionalen Quelle stammen. In der Natur sind die Klangquellen meist dreidimensional. In einfachen Fällen (Platten, Stangen) lassen sich die dort entstehenden Töne mathematisch mit Biegeschwingungen nachvollziehen. Im überwiegenden Rest der Natur sind die Klangquellen noch komplexer strukturiert. Das entspricht der Tatsache, dass auch andere Naturgesetze meist nur stark vereinfachte Nachbildungen der viel komplexeren Vorgänge in der Wirklichkeit der Natur sind. Beispiele für diese Vereinfachungen sind die Massenanziehung zwischen zwei Körpern oder das Pendel.
Dieser Einsicht in die Komplexität der Ursachen von natürlichen Vorgängen muss in Zukunft in der Harmonik verstärkt Rechnung getragen werden.

„Das Buch „The Jazz of Physics“, gehalten von H.G. Weidinger.
Es ist faszinierend, mit den Schilderungen des Lebensweges- und Werkes des Physikers Stephon Alexander nachzuvollziehen, wie ihn seine Jazzmusik-Improvisation bei der Erarbeitung seiner Theorien zur Kosmologie unterstützt. Auf diese Weise gelangt er zu einer neuen Interpretation der Entwicklung des Weltalls als ein zyklisch atmendes Universum. Für ihn stellt diese universale Schwingung den UrKLANG (anstatt des UrKNALLS) der Welt dar.

Gedanken zum Weiterarbeiten.
Es verblieb auch noch Zeit, darüber zu diskutieren, wie wir in nächster Zukunft weiterarbeiten wollen. Dabei kristallisierte sich zwei Schwerpunkte herausheraus:

  • Wie kommt Musik, bzw. musikalisches Erleben in uns zustande? Dazu bietet sich an, dass wir noch einmal auf den Vortrag von J. Kotschy auf dem letzten Harmonik-Symposion über „“zurückkommen. Das wollen wir bereits bei unserem nächsten Treffen realisieren.
  • Es wurde vorgeschlagen, am Beispiel des 1. Satzes von Beethovens Mondscheinsonate emotionales Erleben und harmonikale Strukturen zusammen zu bringen. Auch das wollen wir bei unserem nächsten Treffen angehen.

Für unser nächstes Treffen findet am 25. August statt.