Harmonik-AG Nürnberg 2014

Treffen am 1. Februar 2014

Da Uta Hügerich verhindert war, wurde der 2. Teil ihres Referates über „Die Intervalle-aus der Sicht eines Halblaien betrachtet“auf das nächste Treffen verschoben. Statt dessen hielt Willibald Limbrunner ein Referat über mathematische und geometrische Zusammenhänge zwischen den Intervallen der diatonischen und der chromatischen Tonleiter.

Dabei zeigte er zunächst, wie der Tonkörper der diatonischen Tonleiter in einer zweidimensionale Darstellung auf einfachste Weise auf die Zahlenverhältnisse 2:3 und 4:5 zurückgeführt werden kann (Bild 1)

Weiterhin ging er auf den Zusammenhang zwischen den in der Antike üblichen Intervallgruppen, Tetrachord genannt, und der Tetraktys ein, die im griechischen Alterum von hoher symbolische Bedeutung war (siehe dazu im Internet „Tetraktys“).
Es wird gezeigt, wie diese Tetraktys mit einerseits den Intervallen der diatonischen Tonleiter und andererseits den Intervallen der Tetrachorde zusammenhängt (Bild 2)

 Im 2. Teil des Nachmittags berichteten Georg Fickenscher und Alexander Gollwitzer über ihre Erlebnisse bei einem 3-tägigen Besuch im Kloster Buchhagen. Dort wird, wie bereits auf dem Harmonik-Nachmittag am 29. Juni 2013 ausführlich beschrieben, der – deutsche -Kultgesang strikt naturtönig durchgeführt.

Danach sprach Georg Fickenscher über seine Vorstellungen einer spirituell erlebten Harmonik. In diesem Zusammenhang führten dann er und Alexander Gollwitzer drei Tonexperimente vor, die als „Fingerübungen“ auf dem Weg u einer intensiver erlebten Harmonik verstanden sein wollen. Diese Tonexperimente werden weiter entwickelt. Das Ergebnis wird beim nächsten Harmonik-Nachmittag vorgeführt.

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Kurzbericht Uta Hügerich.pdf
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Treffen am 7. Juni 2014

Es wurden folgende Themen behandelt:

  • Rückblick auf das Harmonik-Symposion 2014:
    alle  Anwesenden waren der Meinung, dass das Symposion sehr gelungen war. Ein besonderes Highlight war der Auftritt von Frau Christina Baudenbacher mit Ihrem Monochord (Siehe das Video auf dem Bericht über das Symposion). Er machte, ebenso wie das Referat von Alexander Gollwitzer, deutlich, wie sehr es auf das persönliche Erleben von harmonikalen Zusammenhängen ankommt .
  • Der neue Verein „Harmonik Zentrum Deutschland macht formal gute Fortschritte:
    seine Anmeldung beim Registergericht in Nürnberg ist über den Notar erfolgt.
    Bei den „Vereinigten Raiffeisenbanken Nürnberg“ ist ein neues Konto eingerichtet, über das in Zukunft alle finanziellen Vorgänge des Vereins abgewickelt werden.
  • Es wurde ausgiebig über die zukünftigen Ziele und Aktivitäten des neuen Vereins diskutiert. Diese Diskussion wird beim nächsten Treffen am 26. Juli weiter vertieft.

 

Treffen am 26. Juli 2014

Hans G. Weidinger stellt in einer Präsentation “ Was will Harmonik“ seine Idee dar, wonach es in der gesamten Natur ein Prinzip des Austausches zwischen Informationen aus der Außenwelt und Reaktionen einer Innenwelt gibt, die bis in die kleinsten und einfachsten Formen des Lebens existiert.

Harmonik ist dann die Brücke zwischen diesen Welten des „Außen“ und „Innen“. Eine Realisierung dieser Brücke zu einem ganzheitichem Welterleben ist dann gleichbedeutend mit dem bewussten Wahrnehmen des lebendigen Austausches zwischen diesen beiden Welten.

Dieses Referat fand an diesem Nachmittag eine so große Resonanz, dass sich der Autor ermutigt sieht, diese Idee nachhaltig weiter zu verfolgen. Als erste Konsequenz entstand auf diesem WEB-Auftritt die Seite „Harmonik heute“.

Das Referat kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden:

Download Was will Harmonik.pdf PDF-Dokument [595.0 KB]

Vgl. auch Harmonik Symposion 2015. Dort das Referat von Hans G. Weidinger „Vom Wesen der Harmonik“.



Treffen am 13. September 2014

baudenbacher2Frau Christina Baudenbacher bestritt den ganzen Nachmittag. Und es wurde Niemandem zu lang. Im Gegenteil. Alle, die dabei sein konnten, waren fasziniert. Sie kam mit drei verschiedenen Monochorden:

1. Einem sog. Körper-Monochord. Da hatte sie auch am Symposion im Mai dieses Jahres dabei. Damit kann sie ganze Klangteppiche legen.

2. Einem Kotamo Monochord, auf dem sie verschieden Ton-Skalen einstellen konnte, wie z.B. in in Japan oder in Ägypten verwendet werden.

3. Ein drittes Monochord mit nur wenigen Seiten.

Alle wurden auf den Basiston a gestimmt. Schon in diesen Vorgang nahm sie uns mit hinein. Und dann spielte und sang sie zuerst mit dem großen Körper-Monochord, so ähnlich wie sie es auch auf dem Symposion getan hatte.
Und damit nahm sie uns dann ganz mit in ihre Welt, des unmittelbaren körperlichen Wahrnehmens der harmonikalen Klänge.

Als Nächstes nahm sie uns mit dem Kotamo Monochord zunächst mit auf eine Reise in die Klangwelten von Japan, und dann von Ägypten. Das Besondere daran war, dass sie beim Wechsel von Japan nach Ägypten nur den ersten Schritt in der Tonskala ändern musste.

Und dann verteilte sie ihre Monochorde unter uns, damit jeder selbst Erfahrungen damit sammeln konnte.

Der Höhepunkt dieses Nachmittags war dann eine Art harmonikales Exerzitium. Sie schickte uns zunächst alle zusammen in eine Stille-Pause zur inneren Sammlung. Von dort aus öffnete sie uns dann für ihr Spiel auf den großen Körper-Monochord. Schließlich verteilte sie wiederum die Monochorde auf uns. Aber dieses Mal für ein gemeinsames harmonikales Klänge-Erlebnis, an dem sich jeder, der ein Monochord in den Händen hatte, jetzt aktiv beteiligte.

Damit waren wir alle entrückt in eine bis dahin noch nicht erfahrene Welt.

Alles in allem ein einmaliger Nachmittag, dessen Erleben alle, die dabei sein konnten, sicher noch lange begleiten wird.

Wir freuen uns über diese wunderbare praktizierte Kooperation

siehe auch: Monochordia

Hier der Link zum Treffen der Harmonik-AG Nürnberg 2015